Le Grand Bal

Tanz als Predigt, Bewegung als Ritual. In ihrem neuen Programm Le Grand Bal geht die Kompanie Dyptik rund um die Choreografen Souhail Marchiche und Mehdi Meghari aufs Ganze. Es beginnt in der Düsternis, Isolation und Starre, das Miteinander zum Zerreißen gespannt. Erst allmählich können sich die 8 Tänzer:innen der bleiernen Gegenwart entledigen, die auf ihnen lastet. Ein Fieber greift um sich, eine Trance erfasst die Körper. Ist es eine Krankheit oder vielmehr eine Erlösung? Ist das eine überhaupt von dem anderen zu unterscheiden? Le Grand Bal inszeniert eine Zeremonie der Befreiung, die in unserer Gegenwart entspringt und doch über sie hinausstrahlt.

Pizz’n’Zip

Im Einklang spielen? Nicht mit diesen beiden! Zwei Musikerinnen wollen ein klassisches Konzert für Violine und Cello aufführen. Aber alles, was schiefgehen kann, geht auch schief. Sie geraten sich in die Haare, steigern sich immer weiter hinein, bis die ernsten Allüren sich in einem fröhlichen Chaos auflösen. Es wird getanzt und gesungen, und nach und nach wird klar, mit was für einer Leichtfüßigkeit und Ironie Eleonora Savini und Federica Vecchio der klassischen Musik die Schwere nehmen. In dieser skurrilen Performance, die für ein Publikum ab fünf Jahren geeignet ist, gleiten wir gemeinsam durch die Töne und erleben, wie Musik uns alle zu berühren vermag.


P’tit brunch du théâtre : am Sonntagmittag wird Ihnen ein Brunch für die ganze Familie sowie ein spielerischer Workshop für Eltern und Kinder angeboten.

Aufführung 11:00 oder 15:00
Brunch 12:00 (zu buchen über : reservation.theatre@villeesch.staging.kudo.lu)
Eltern-Kinder-Workshop 13:00-14:30

Tendre colère

Außer sich geraten. Die Kompanie der Brüder Christian und François Ben Aïm erkundet in ihrem neuen Stück die Dynamik der Meute. In Zeiten der Enthemmung und Verrohung ist die Gesellschaft gespalten zwischen der Lust, sich im Rausch zu verlieren, und dem Drang, sich der Wut hinzugeben. Was richten diese Gefühle in einem Menschenkörper an? 10 Tänzer*innen geben sich dem Archaischen hin, betreten Schritt für Schritt einen Raum fernab des Willens und des Bewusstseins. Die Ekstase wird zur Methode. Aber geht es hier um vollkommene Selbstaufgabe? Oder nicht eher darum, sich selbst und den anderen neu und instinktiv entgegenzutreten?

Dans les jupes de ma mère

Er bleibt für immer in Erinnerung – der erste Schultag! Mal herrscht Vorfreude und Aufregung vor, mal Angst und Unsicherheit. In Dans les jupes de ma mère erzählt das Toutito Teatro ohne Worte von dem kindlichen Widerstreit der Gefühle. Der Schauspielerin und dem Schauspieler steht nichts zur Verfügung als ihre Hände, ihre Gesichtsausdrücke … und ihre Kleider! So wird aus einer Jacke ein Haus samt Garten, aus einem Schuh eine Badewanne und aus einem Rock ein Schulhof. Die Inszenierung für Kinder besticht durch ihre positive Botschaft. Hier finden Pantomime, Marionettentheater und visuelle Elemente erfrischend leichtfüßig zueinander.

Groove Club

Ein Tanzabend – mal ganz anders. Der Choreograf Jean-Guillaume Weis lädt in den Groove Club, zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, bei dem Musik, Tanz,  Pantomime und Schauspiel aufeinandertreffen. Neun Künstler:innen verschiedenster Generationen schwelgen in Erinnerungen und lassen sich vom Sound der Epochen treiben. Bunt war die Vergangenheit, wie sie auf der Bühne zelebriert wird, vielfältig die Musik, die die Tanzenden und das Publikum mitreißen wird. Zur Playlist gehören Funk Disco, Rock, Punk und Pop, aber auch Klassik und Tango. Groove Club ist ein Spektakel der Musik, mal laut, mal sentimental, ein Defilee von starken Attitüden, extravaganten Stilen und energischen Persönlichkeiten.

Eine Einführung zu der Veranstaltung findet um 16.15 Uhr vor der zweiten Vorstellung statt.

Poil de la bête

Platz frei für Hunde, Gänse und Hühner. Denn sie sind die Stars dieser Aufführung, die Akrobatik, Musical und Clownerie verbindet. Juan und Diane heißen die beiden Künstler:innen aus der Welt der Bauernhöfe und Ställe. Mit sich auf die Bühne bringen sie allerlei Tiere mit Federn und Fell. Es wird gebellt, gequakt, gegackert – und außerordentlich viel gelacht. Gemeinsam spürt diese kuriose Truppe in Sketchen der Verbindung nach, die seit Jahrtausenden zwischen Haustier und Mensch besteht. Begleitet werden sie live von einem Pianisten, der das quirlige Geschehen in musikalischen  Improvisationen spiegelt und steigert.

Eltern-Kinder Workshop

Treffen Sie die Musikerinnen von Pizz’n’Zip bei einem lustigen, interaktiven Musikworkshop. Unter der Leitung einer eleganten Cellistin und einer ungeschickten Geigerin können Eltern und Kinder gemeinsam musikbezogene Spiele spielen.

P’tit brunch du théâtre : nach oder vor der Vorstellung können Sie mit Ihren Kleinkindern brunchen und an einem Familienworkshop teilnehmen.

Aufführung um 11:00 oder 15:00
Brunch 12:00 (Anmeldung : reservation.theatre@villeesch.staging.kudo.lu)
Eltern-Kinder Workshop 13:00-14:30

Yé !

Wer sieht, wie die 13 Artisten des Circus Baobab ihre Akrobatik darbieten, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Menschliche Pyramiden, schlangenhafte Verrenkungen, Sprünge und Stürze aus einer Höhe von sechs, sieben Metern – nichts ist den Künstlern, die allesamt aus Guinea stammen, fremd. In ihrer Show voller Kraft und Rhythmus verknüpfen sie ihre Artistik mit einem dringlichen Anliegen. Yé bedeutet in der westafrikanischen Sprache Susu Wasser. Dessen Wert, Verknappung und Verschwendung wird an diesem Abend miterzählt. Alles fließt, alles steht in  Verbindung zueinander – das ist die eindringliche Botschaft von Yé.

Sol Invictus

Tanzen, als wäre das Ende nah. Das ist die Devise, die der algerischstämmige Choreograf Hervé Koubi für Sol Invictus ausgegeben hat. In einer Mischung aus urbanem Tanz und klassischem Ballett entfalten die 15 Tänzer:innen seiner Kompanie sich nach Leibeskräften, um die pure Existenz als große Bewegung der Körper zu feiern. Unerschöpflich scheinen die Kräfte zu sein, die an diesem Abend zur Musik von Steve Reich und Beethoven das Gute und Schöne auf die Bühne holen. „Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde“, schreibt Nietzsche. Sol Invictus ist die so intensive wie ehrliche Fortführung dieses Gedankens auf der Bühne.

Baile de bestias

DE Ein „Star der neuen Generation spanischer Flamenco-Tänzer“ – so nennt ihn das „New York Latin Culture Magazine“. In der Tat kann man sich dem neuen Tanzstück von Jesús Carmona nicht entziehen. In Baile de Bestias sucht Carmona die Konfrontation mit dem Elementaren. In drei Szenen dekonstruiert der Träger des „Spanish National Dance Awards“ überkommene Männlichkeitsbilder, angetrieben von den Soundscapes des Multi-Instrumentalisten Manu Masaedo. Die Eleganz seines Flamencos vermengt sich dabei mit Elementen aus Elektro und Hip-Hop. Wild und innig, beherzt und expressiv entledigt sich der Tänzer so der Ketten, die ihn zurückhalten.

ES Cuando luchaba con una depresión causada por el confinamiento, Jesús Carmona recibió el Premio Nacional de Danza de 2020. Fue el impulso para convertir esa dura experiencia vital en una catártica propuesta intimista en busca del camino “hacia mi verdad absoluta, hacia un movimiento necesariamente primario”. En el espacio onírico y vanguardista que crea con Manu Masaedo, músico multiinstrumentista y multidisciplinar, Jesús Carmona, el mejor bailarín del mundo para el jurado del premio Benois del Teatro Bolshoi, encuentra, comprende y conjura a sus bestias interiores.

Im Rahmen von FlamencoFestival Esch

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